SEG
Unsere SEG Rettung – vorbereitet für besondere Einsatzlagen
Wenn bei einem größeren Schadensereignis plötzlich viele Menschen gleichzeitig medizinische Hilfe benötigen, reichen die regulär vorgehaltenen Rettungsmittel und Einsatzkräfte unter Umständen nicht aus. Für solche besonderen Einsatzlagen verfügt der Eigenbetrieb Rettungsdienst über eine Schnelleinsatzgruppe Rettung – kurz SEG.
Der Landkreis Mansfeld-Südharz ist als Träger des Rettungsdienstes nach § 34 RettDG LSA verpflichtet, Vorsorge für Großschadensereignisse zu treffen. Als Eigenbetrieb des Landkreises tragen wir mit unserer SEG dazu bei, diese Strukturen vorzuhalten und im Ernstfall schnell zusätzliche Kräfte und Ressourcen mobilisieren zu können.
Viele Einsatzkräfte – flexibel alarmierbar
Nahezu alle Mitarbeitenden des Eigenbetriebs sind Teil der SEG und können im Bedarfsfall zusätzlich alarmiert werden. Die Alarmierung erfolgt über die App Alarm Dispatcher.
Unser Alarmierungskonzept wurde dabei weiterentwickelt. Abhängig von Schadensgröße und Einsatzort können wir die SEG heute gezielt und gestaffelt alarmieren. So kommen genau die Ressourcen zum Einsatz, die tatsächlich benötigt werden, während die reguläre rettungsdienstliche Versorgung im Landkreis möglichst leistungsfähig bleibt.
Vorbereitung statt Improvisation
Seit diesem Jahr gibt es innerhalb des Eigenbetriebs eine eigene Arbeitsgruppe SEG. Sie bündelt Themen wie Organisation, Alarmierung, Ausstattung, Ausbildung, Übungen und Einsatzkonzepte und entwickelt die Strukturen kontinuierlich weiter.
Auch regelmäßige Großübungen gehören zur SEG-Arbeit. Unsere Einsatzkräfte nehmen seit mehreren Jahren an Übungen im Landkreis Mansfeld-Südharz und gemeinsam mit Partnern in der Stadt Halle teil.
Dass diese Strukturen auch in der Realität benötigt werden, zeigen unter anderem ein Kellerbrand in Hettstedt im Jahr 2023 und ein Kellerbrand in Eisleben im Jahr 2025 – zwei der bisher größten Einsätze unserer SEG.
BHP 50 – wenn viele Menschen gleichzeitig Hilfe brauchen
Gemeinsam mit zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sind wir außerdem in die Vorhaltung und den Betrieb des BHP 50 eingebunden.
BHP 50 steht für Behandlungsplatz 50. Die „50“ beschreibt die planerische Leistungsfähigkeit: Bis zu 50 verletzte oder erkrankte Personen können dort pro Stunde gesichtet und behandelt werden. Der mobile Behandlungsplatz ermöglicht damit eine strukturierte Versorgung vieler Patienten gleichzeitig und deren anschließenden Transport in geeignete Krankenhäuser.
Gemeinsam vorbereitet
Gerade bei größeren Veranstaltungen wie dem bevorstehenden Eisleber Wiesenmarkt zeigt sich, wie wichtig solche Strukturen sind. Auch Landrat André Schröder hat sich vor Ort ein Bild von der Arbeit und den Möglichkeiten unserer SEG gemacht.
Unser Anspruch ist klar: Wir wollen nicht erst reagieren, wenn etwas passiert. Wir wollen vorbereitet sein.
Denn wenn viele Menschen gleichzeitig Hilfe benötigen, zählt vor allem eines: dass die richtigen Kräfte schnell, strukturiert und koordiniert eingesetzt werden können.





