Moderner Ersatzneubau stärkt die rettungsdienstliche Versorgung im Südharz – rund 1,5 Millionen Euro investiert

Schwenda, 27. August 2026 – Nach rund 16 Monaten Bauzeit ist die neue Rettungswache Schwenda offiziell in Betrieb genommen worden. Der Ersatzneubau ersetzt den bisherigen Standort, der den heutigen Anforderungen an eine moderne Rettungswacheninfrastruktur nicht mehr entsprach. Mit der neuen Wache stehen dem Eigenbetrieb Rettungsdienst Mansfeld-Südharz nun zeitgemäße Räumlichkeiten und verbesserte Rahmenbedingungen für den täglichen Wach- und Einsatzbetrieb zur Verfügung.

Der Standort Schwenda ist ein wichtiger Bestandteil der rettungsdienstlichen Versorgung im Südharz. Die Rettungswache ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr besetzt. Insgesamt 15 Kolleginnen und Kollegen des Eigenbetriebs leisten dort ihren Dienst. Gemeinsam mit den durch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) eingesetzten Notärztinnen und Notärzten stellen sie die notfallmedizinische Versorgung in der Region sicher. Für die Einsatzversorgung stehen am Standort ein Rettungswagen (RTW) sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) zur Verfügung.

Ersatzneubau für zeitgemäße Arbeits- und Einsatzbedingungen

Der Neubau wurde im Zeitraum von April 2025 bis August 2026 errichtet. Insgesamt wurden rund 1,5 Millionen Euro in den neuen Standort investiert.

Bei der Planung wurde besonderer Wert auf funktionale und zeitgemäße Strukturen gelegt. Eine optimierte Raumaufteilung, moderne Arbeitsbereiche und die direkt an das Gebäude angeschlossene Fahrzeughalle schaffen kurze Wege innerhalb der Rettungswache und verbessern die Abläufe im täglichen Dienst.

Gerade im Rettungsdienst sind funktionierende Abläufe und kurze Reaktionswege von besonderer Bedeutung. Nach einer Alarmierung müssen die Einsatzkräfte ihre Fahrzeuge möglichst schnell erreichen und ausrücken können. Die neue bauliche Struktur unterstützt diese Abläufe und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der rettungsdienstlichen Hilfsfristen.

Gleichzeitig verbessert der Neubau die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Einsatzkräfte verbringen einen erheblichen Teil ihrer Dienstzeit auf der Rettungswache. Neben den Anforderungen des Einsatzdienstes müssen deshalb auch geeignete Voraussetzungen für Ruhezeiten, Verwaltungstätigkeiten, Ausbildung und den täglichen Wachbetrieb geschaffen werden.

Nachhaltige Energieversorgung

Die neue Rettungswache wurde nicht nur baulich, sondern auch hinsichtlich ihrer technischen und organisatorischen Strukturen auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichtet.

Auch bei der Energieversorgung wurden zukunftsorientierte Aspekte berücksichtigt. Eine Photovoltaikanlage auf der Dachfläche unterstützt künftig die Energieversorgung des Gebäudes.

Teil einer umfassenden Investition in den Rettungsdienst

Der Neubau in Schwenda steht dabei nicht für sich allein. Der Landkreis Mansfeld-Südharz investiert derzeit an mehreren Standorten in die Weiterentwicklung seiner rettungsdienstlichen Infrastruktur.

Neben Schwenda wurden bereits beziehungsweise werden weitere Rettungswachen neu errichtet oder perspektivisch neu strukturiert. Dazu gehören unter anderem der Neubau in Aseleben sowie die geplanten Standorte in Mansfeld und Helbra. Hinzu kommen die beiden Strukturwandel-Projekte REGENT in Sangerhausen und Hettstedt, an denen die Bauarbeiten bereits laufen.

Insgesamt sollen rund 20 Millionen Euro in die Infrastruktur des Rettungsdienstes im Landkreis Mansfeld-Südharz investiert werden. Ziel ist es, die vorhandenen Strukturen weiterzuentwickeln, moderne und angemessene Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen und gleichzeitig die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.

Landrat André Schröder betont die Bedeutung der Investitionen:

„Aktuell investieren wir an mehreren Orten im Landkreis, um die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern und vor allem durch eine Neuordnung der Wachen die Hilfen für die Patienten zu beschleunigen. Neben den Neubauten in Schwenda und Aseleben entstehen künftig auch in Mansfeld, in Helbra und mit unseren Strukturwandel-Projekten REGENT in Sangerhausen und in Hettstedt hochmoderne Rettungswachen. An beiden REGENT-Standorten laufen die Bauarbeiten bereits auf Hochtouren.
Insgesamt werden rund 20 Millionen Euro in die Infrastruktur des Rettungsdienstes investiert. Allein hier in Schwenda sind rund 1,5 Millionen Euro in den Neubau geflossen. Mit der neuen Rettungswache in Schwenda stärken wir die notfallmedizinische Versorgung im gesamten Südharz nachhaltig. Das ist eine hervorragende Investition in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Auch Uwe Treskow, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst Mansfeld-Südharz, hebt die Bedeutung des Ersatzneubaus für die Beschäftigten und den Einsatzbetrieb hervor:

„Mit diesem Neubau geben wir unseren Kolleginnen und Kollegen moderne Arbeitsbedingungen an die Hand. Gleichzeitig schaffen wir damit die Voraussetzungen für kurze Reaktionszeiten und eine leistungsfähige Versorgung der Bevölkerung.“

Menschen im Mittelpunkt

Bei allen baulichen und technischen Verbesserungen stehen letztlich die Menschen im Mittelpunkt. Die neue Rettungswache schafft die Rahmenbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen, die hier rund um die Uhr ihren Dienst leisten und im Einsatzfall zu Menschen ausrücken, die dringend medizinische Hilfe benötigen.

Mit der offiziellen Inbetriebnahme beginnt für das Team der Rettungswache Schwenda nun ein neues Kapitel an einem modernen Standort. Der bisherige Rettungsdienststandort bleibt damit nicht nur erhalten, sondern wird baulich und organisatorisch an die heutigen Anforderungen angepasst.

Die neue Rettungswache Schwenda steht damit beispielhaft für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Rettungsdienstes im Landkreis Mansfeld-Südharz: moderne Infrastruktur, verbesserte Arbeitsbedingungen und leistungsfähige Strukturen – für die Beschäftigten und vor allem für die Menschen, die im Notfall auf schnelle Hilfe angewiesen sind.

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Für die Menschen im Südharz. 🚑